Mittwoch, 30. Juni 2010

Feuer!

Die Pflanzsaison ist vorgestern für mich zu Ende gegangen! Hier ein paar Impressionen von einem aussergewöhnlich heissen Tag mit Mücken, die die Arbeit nicht gerade leichter machen.

Arbeitsauto :)

Gestern bekam ich dann einen etwas anderen Job, der im Voraus ziemlich spannend tönt. Einmal im Jahr wird irgendwo rund um Mora ein Stück Wald angezündet, damit die Pflanzen und gewisse Tierarten besser wachsen und leben können. Das Abenteuer begann um 11 Uhr zu Hause bei mir, wo ich abgeholt wurde. Danach besorgten wir ein paar alte, stinkige Baumwollkleider und fuhren nach Venjan, ein Dorf in der Nähe von Mora, wo der Brand stattfinden sollte. Als wir ankamen war alles schon vorbereitet und alle Schläuche ausgelegt. Es standen etwa 15 Helfer im Einsatz um das etwa 500x500m grosse Waldstück abzufackeln. Sara, Stepan und ich waren "Indianer", wir mussten auf der anderen Seite des Weges mit 20kg Wasser auf dem Rücken rumgehen um allfällige Asche oder andere heisse entzündenene Teile zu löschen. In unseren 10 Stunden Einsatz mussten wir aber nicht ein einziges Mal löschen, auf alle Fälle nicht auf unserer Seite des Weges.
Der Brand war ganz anders als ich es erwartet hatte. Ich dachte dass der Wald lichterloh brennen würde und dass fast keine Bäume mehr übrig sind, doch es war eigentlich nur der Boden der brannte und die Flammen waren nur etwa einen Meter hoch. Ausserdem musste der Wald immer wieder angezündet werden, man konnte ihn also ziemlich kontrolliert abfackeln. Wir Indianer hatten nicht so viel zu tun, standen und sassen rum und schauten dem Feuer zu. Nach ein paar Stunden konnten wir jedoch in den Wald an eine Brandgrenze und dort helfen, wo man auch mal mit dem Feuerwehrschlauch im stockdichten Rauch (man sah keinen halben Meter weit) löschen oder das Gebüsch und Bäume befeuchten konnte. Feuerwehr war übrigens keine vor Ort. Unsere Schutzausrüstung bestand aus einem "Cowboytuch" um den Mund und für die einen eine Schutzbrille, wobei ich nur beim löschen eine anhatte, ansonsten musste ich mich halt durch den Rauch "blindeln" oder tränte die ganze Zeit.
Trotz des vielen Wartens und es vielen Rauches war es doch ein einzigartiges und tolles Erlebnis! Hier noch ein paar Impressionen:

Entzünden des Waldes

Wasserbecken zur Wasserversorgung

Ein Helfer beim bewässern des Weges

Ich als Feuerwehrmann

Aschelandschaft

Lagerfeuer

Kontrollierter Brand


"Sonnenuntergang" um 16 Uhr unter der Rauchwolke (man bekam nicht viel mit vom Wetter, es war nur weiss und grau) ;)

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